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(II,27,1) Ich möchte auch berichten, was Benedikts Schüler Peregrinus immer wieder erzählt hat.

Ein frommer Mann war eines Tages so in Schulden geraten, dass er keinen anderen Ausweg mehr sah, als zum Mann Gottes zu gehen und ihm zu sagen, welch große Schulden ihn belasteten. Er kam also zum Kloster, fand den Diener des allmächtigen Gottes und vertraute ihm an, dass er von seinem Gläubiger wegen des Betrags von 12 Goldstücken hart bedrängt werde.

Der ehrwürdige Vater antwortete ihm, er habe keine 12 Goldstücke. Doch tröstete er ihn in seiner Notlage mit freundlichen Worten: »Geh und komm in zwei Tagen wieder! Denn heute kann ich dir nicht helfen.«

(II,27,2) In diesen zwei Tagen vertiefte sich Benedikt nach seiner Gewohnheit ins Gebet. Als der Mann, der wegen seiner Schulden in Not geraten war, am dritten Tag wiederkam, fand man unvermutet auf einem vollen Kornkasten des Klosters 13 Goldstücke.

Der Mann Gottes ließ sie bringen, übergab sie dem Notleidenden und sagte zu ihm, er könne mit 12 seine Schulden bezahlen und eines für seine persönlichen Ausgaben verwenden.