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  1. Sind Handwerker im Kloster, können sie in aller Demut ihre Tätigkeit ausüben, wenn der Abt es erlaubt. 
  2. Wird aber einer von ihnen überheblich, weil er sich auf sein berufliches Können etwas einbildet und meint, er bringe dem Kloster etwas ein, 
  3. werde ihm seine Arbeit genommen. Er darf sie erst wieder aufnehmen, wenn er Demut zeigt und der Abt es ihm von neuem erlaubt.
  4. Wenn etwas von den Erzeugnissen der Handwerker verkauft wird, sollen jene, durch deren Hand die Waren veräußert werden, darauf achten, dass sie keinen Betrug begehen. 
  5. Sie sollen immer an Hananias und Saphira denken, damit sie nicht etwa den Tod an der Seele erleiden, der jene am Leib traf. 
  6. Das gilt ebenso für alle anderen, die mit dem Eigentum des Klosters unredlich umgehen.
  7. Bei der Festlegung der Preise darf sich das Übel der Habgier nicht einschleichen. 
  8. Man verkaufe sogar immer etwas billiger, als es sonst außerhalb des Klosters möglich ist, 
  9. damit in allem Gott verherrlicht werde.
  1. Artifices si sunt in monasterio cum omni humilitate faciant ipsas artes, si permiserit abbas. 
  2. Quod si aliquis ex eis extollitur pro scientia artis suae, eo quod videatur aliquid conferre monasterio,
  3. hic talis erigatur ab ipsa arte et denuo per eam non transeat, nisi forte humiliato ei iterum abbas iubeat.
  4. Si quid vero ex operibus artificum venumdandum est, videant ipsi per quorum manus transigenda sint ne aliquam fraudem praesumant.
  5. Memorentur semper Ananiae et Saphirae, ne forte mortem quam illi in corpore pertulerunt,
  6. hanc isti vel omnes qui aliquam fraudem de rebus monasterii fecerint in anima patiantur.
  7. In ipsis autem pretiis non surripiat avaritiae malum, 
  8. sed semper aliquantulum vilius detur quam ab aliis saecularibus dari potest,
  9. ut in omnibus glorificetur Deus.